Entlang der Großen Röder zwischen Liegau-Augustusbad und Grünberg befindet sich das Seifersdorfer Tal. Bekannt wurde es vor allem durch den Landschaftsgarten gleichen Namens, den Christina von Brühl Ende des 18. Jahrhundert konzipierte.
Damit entstand einer der frühesten Landschaftsgärten Deutschlands. Dieser gilt auch heute noch als einer der schönsten dieser Art. Die Gestaltung des Seifersdorfer Tals mit seinen Staffagen setzte sich in der Parkanlage auf dem Rittergut fort. Der heute bekannte Schlosspark des Seifersdorfer Schlosses wurde von Max Bertram in den 1880er Jahren entworfen und angelegt.
Das Seifersdorfer Schloss blickt auf eine beeindruckende Geschichte zurück. Es wurde 1560 als Renaissance-Schloss von der Familie Haugwitz erbaut. Ab 1585 gehörte die Grundherrschaft der Familie von Grünrodt, die auch 1605 die Kirche erbauten. 1747 übernahm Heinrich Graf von Brühl Seifersdorf, dessen Nachkommen bis 1945 vor Ort waren.
Mit der Familie von Brühl entstand ein Kleinod. Hanns Moritz und Tina von Brühl pflegten einen großen Freundeskreis zu dem die Weimarer Klassiker Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Herder und Wieland gehörten. Hofkapellmeister Naumann, Janus und Bonaventura Genelli, Theodor und Gottfried Körner schauten vorbei.
Schloss und Rittergut Seifersdorf dienten den Nachkommen von Heinrich Graf von Brühl ab 1775 als Wohnsitz. Das Schloss wurde von 1818 - 1822 nach Plänen des Architekten Karl Friedrich Schinkel im Stil der Neogotik in seine heutige Form umgebaut. 1817 suchte Carl Maria von Weber Seifersdorf auf und besprach mit Carl von Brühl, dem Intendanten der königlichen Theater zu Berlin und Seifersdorfer Schlossherrn die Fertigstellung der Oper „Der Freischütz“. Dieser wurde 1821 unter der Intendanz von Carl von Brühl welturaufgeführt.
Der letzte Seifersdorfer Graf Karl von Brühl-Renard war der Mitbegründer der Tobiasmühle und des späteren Epilepsiezentrums Kleinwachau.
Schloss Seifersdorf suchen viele geschichts- und naturinteressierte Gäste auf. Einmal im Monat findet das „Offene Schloss“ und während des Jahres viele Veranstaltungen. Schloss Seifersdorf und das Seifersdorfer Tal liegen an mehreren Rad- und Wanderrouten durch die Westlausitz. Es entwickelt sich zu einem kulturellen Zentrum als grüne Lunge der Landeshauptstadt und für die Westlausitz.
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