Juliana SkiTour 1a - Kotovo-Sattel (2300 m), edler Klassiker in majestätischer Umgebung
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Der Kotovo-Sattel ist der niedrigste Punkt im Grat, der Jalovec und Mangart verbindet, zwei der mächtigen slowenischen Zweitausender. Er trennt auch zwei dramatische Alpentäler – Loško Koritnica an der...
Der Kotovo-Sattel ist der niedrigste Punkt im Grat, der Jalovec und Mangart verbindet, zwei der mächtigen slowenischen Zweitausender. Er trennt auch zwei dramatische Alpentäler – Loško Koritnica an der Küstenseite und Tamar an der Bergenseite. Der Kotovo-Sattel ist eine Wasserscheide – die Wasser an der Küstenseite fließen ins Adriatische Meer, auf der Bergenseite ins deutlich entferntere Schwarze Meer.
Der Kotovo-Sattel ist ein Skihochtourenklassiker, der selbst verwöhnte Besucher der Winterberge nicht kaltlässt. Die Tour zeichnet sich durch alle Qualitäten aus, die Klassiker bieten: außergewöhnliches Ambiente, anständige Höhenunterschiede und hervorragendes Skifahren.
Der Aufstieg beginnt im weltberühmten nordischen Zentrum Planica, wir folgen dem Tal Tamar hinauf, vorbei an der Berghütte und weiter unter den dramatischen Wänden von Travnik und Šit. Wir steigen durch ein immer enger werdendes und steiler werdendes Tal auf. Unter der Gipfelmasse des Jalovec biegen wir zu den weiten Hängen auf der Ostseite ab und folgen bis zum äußersten Punkt am Grat, den wir noch mit Skiern erreichen können. Die Abfahrt erfolgt auf dem Aufstiegsweg. Die Abfahrt ist flüssig, außer in der Engstelle unter den Šits ist genügend Platz, um die schönsten Hänge zu wählen.

Vom Parkplatz in Planica (960 m) bis zur Berghütte in Tamar folgen wir der Schotterstraße (3,4 km) – im Winter, wenn im Tal Schnee liegt, ist auf dieser Straße eine Langlaufloipe präpariert und wir können mit Skiern gehen. Ab März, wenn der Schnee schmilzt, muss man zu Fuß gehen und die Ski auf dem Rucksack tragen.
Direkt nach der Berghütte folgen wir den Markierungen des Sommerwegs. Wenn die Markierungen nicht sichtbar sind, suchen wir die Richtung durch den Buchenwald zum rechten Talrand. Nach zwanzig Minuten sind wir bereits auf den Schneefeldern über der Baumgrenze.
Wir setzen den Aufstieg durch das immer enger werdende Tal unter den Wänden der Šit fort, wo die Steigung zunimmt und der Durchgang sich verengt. Dieser Teil ist oft vereist, Steigeisen und Eispickel sind notwendige Ausrüstungsgegenstände, die zumindest im Rucksack dabei sein müssen.
Wir steigen durch eine Rinne unter die Gipfelmasse des Jalovec, wo die Steigung deutlich abflacht. Gute Skifahrer können bei guten Bedingungen geradeaus durch den JalovÄev Gletscher weitermachen, unsere Route hingegen biegt rechts unter den Felsen zu einem großen Felsen ab.
Müde können beim Felsen den Aufstieg beenden, weniger müde setzen wir den Weg auf den offenen Almwiesen rechts hinauf zur unscheinbaren Schulter am Grat (2300 m) fort, knapp unter dem Beginn der Felswände. Diese 200 zusätzlichen Höhenmeter ab dem Felsen lohnen sich sicher, da sie uns den Blick über die steilen Grate der Šit, Travnik und Mojstrovke auf die zentralen Julischen Alpen auf der einen und den Mangart auf der anderen Seite eröffnen. Besonders werden wir mit herrlichen Skihängen belohnt, auf denen wir zurück ins Tal hinunterwedeln.
Wir fahren in Aufstiegsrichtung ab, die Hänge sind breit genug, um die Übergänge frei wählen zu können, sie verengen sich nur in der Rinne unter den Šits, wo es hart sein kann und mehr Vorsicht geboten ist.
Wir fahren zurück bis zur Schwelle der Berghütte. Wenn im Tal Schnee liegt, können wir auch weiter mit den Skiern fahren, ansonsten kehren wir zu Fuß zum Parkplatz zurück.
Im Frühling, wenn auf der Schotterstraße zum Berghaus in Tamar kein Schnee mehr liegt, kann man den Zugang mit dem Mountainbike erleichtern.
Ja
Lawinenausrüstung (Lawinenpieps, Sonden, Schaufel), Tourenski, Bindungen, Schuhe; Steigeisen, Eispickel; Steigeisen, Pickel.
Es ist die übliche Vorsicht für hochalpine Verhältnisse erforderlich. Die Engstelle unter den Šits ist oft hart oder vereist, daher sollte die notwendige Ausrüstung für Winteranstiege immer im Rucksack sein. Der Endpunkt am Grat ist exponiert.
Von Kranjska Gora oder von der Richtung des Grenzübergangs zu Italien fahren wir bis zur Ortschaft Rateče, wo sich am Kreisverkehr die Straße nach Planica abzweigt. Dieser Straße folgen wir bis zum Parkplatz direkt hinter dem nordischen Zentrum.
Es gibt keinen öffentlichen Verkehr.
Wir parken vor dem Wildbach am Ende der asphaltierten Straße, am oberen Rand des nordischen Zentrums.
Der Kotovo-Sattel ist orientierungstechnisch einfach und technisch mittel anspruchsvoll. Die Tour ist jedoch schon länger und erfordert entsprechende körperliche Fitness. Wenn wir zu müde sind, können wir die letzten 200 Höhenmeter auslassen und die Tour auch am unverwechselbaren Felsen unter den Gipfelwiesen beenden.
Die Abfahrt vom Kotovo-Sattel ist als Frühlingsziel beliebt, bei stabilen winterlichen Verhältnissen kann man sie auch im Februar oder März genießen.
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