Losenheim - Nandlgrat - Schneeberg - Märchenwald
Fotos unserer User
Schönes Wetter heißt es auszunutzen. Also wieder einmal auf den Schneeberg, den höchsten Gipfel in den östlichen Alpen. Über den Krumbachstein, über den Fadensteig und über den Wanderweg von Puchberg haben...
Schönes Wetter heißt es auszunutzen. Also wieder einmal auf den Schneeberg, den höchsten Gipfel in den östlichen Alpen. Über den Krumbachstein, über den Fadensteig und über den Wanderweg von Puchberg haben wir den 2.000er schon bezwungen. Diesmal sollte es etwas Forscheres sein. Auch, um einmal als "Wohlfühlwanderer" die Kletterfähigkeiten zu testen. Also sollte der Aufstieg über den Nandlgrat erfolgen.
Weg geht es da von Losenheim. Und wer sich für die Tour Zeit lassen will, der muss mit dem Auto anreisen. Außer, er überschreitet den Schneeberg Richtung Puchberg oder Richtung Payerbach. Doch das war diesmal nicht unser Ziel. Und mit dem Auto steht man gleich vor dem nächsten Problem: Parken ist fast in ganz Losenheim und natürlich bei den Skiliften kostenpflichtig. Zum Glück fanden wir ein kleines Platzerl kurz vor der Ortseinfahrt. Was den Weg auch nur um jeweils 15 Minuten verlängerte. So starteten wir also am "Rundweg" von Losenheim, der uns zur Talstation der Sesselbahn führte. Von dort geht es erst einen Güterweg hinauf, dann bald in den Wald Da es in Losenheim im Sommer nun einen "Bikepark" gibt, wurde der Wanderweg auf die Edelweisshütte leicht verlegt und führt nun in kurzen Serpentinen neben dem Bikepark hinauf. Bis man zur Futterwiese kommt, wo er seinem ursprünglichen Pfad folgt. Und so ist man in gut einer Stunde auf der Edelweisshütte, von der man nicht nur ein Panorama nach unten, sondern auch auf das Schneebergmassiv hat. Doch wir halten uns hier nicht allzulang auf, queren die Terrasse der Hütte und finden uns so am Nördlichen Grafensteig, dem wir für die nächsten 50 Minuten folgen. Obwohl man hier kaum Höhenmeter macht, geht es immer wieder bergauf und bergab. Hier kann man schon einmal üben, trittfest am schmalen Wege zu wandeln. In erster Linie geht es durch den Wald, doch bei einer Querung eines Geröllfeldes werden auch spektakuläre Aussichten freigegeben.
Schließlich ist es da, das Schild "Zur Fischerhütte. Nur für Geübte." Und die ersten paar Meter scheinen einen nur leicht an das gewöhnen zu wollen, was da noch auf einen zukomme. Dann hat man die Riess-Hütte erreicht. Obwohl unbewirtschaftet, bietet sie sich doch für eine Rast und Stärkung an, bevor es losgeht. Und dann geht es wirklich steil hinauf. Nur keine Hast, einen Fuß vor den anderen setzen, die Kraft gut einteilen. Als die Bäume zu Latschen werden, wird es ausgesetzter. Doch noch sind wir eigentlich gar nicht am Nandlgrat. Der kommt erst nach einer längeren Querung, die nach steilem Aufstieg so etwas wie eine kleine Erholung bietet.
Dann geht es aber wirklich los. Steil bergan, mit einiger Kletterei. Sogar mit ziemlich viel Kletterei. Die haben wir allerdings deshalb bevorzugt, weil der schmale, aber äußerst steile Weg von Geröll und Kiesel überdeckt ist, auf dem man nur allzuleicht ausrutscht. Daneben die Felsen hoch zu klettern schien uns fast sicherer zu sein. Zwischen den Klettereien geht der Weg nur kurz etwas flacher dahin. Das sind dann die Stellen, an denen man sich einmal umblicken kann. Und tatsächlich ist die Aussicht spannend.
Weiter oben dann lässt sich ein Serpentinenweg besser erkennen und ist auch besser zu gehen. Bevor noch einmal Kletterei in beide Richtungen wartet. Schließlich eine seilversicherte Stelle - wo es wirklich ziemlich bergab geht. Dann noch einmal klettern und plötzlich - und auch etwas unerwartet - ist man oben am Plateau. Von hier geht es am Fadensteig weiter, die letzten hundert Meter hinauf zur Fischerhütte.
Von der Abzweigung Nandlsteig war diese mit 21/2 Stunden angeschrieben - und als Bergwanderer mit wenig Klettererfahrung, so wie wir, kommt das ganz gut hin. Am Nandlsteig werden dann schon die Grenzen für uns als "normale" Bergwanderer sichtbar. Obwohl die Kletterei nicht so schwer ist, uns weder die Luft noch die Kraft ausgegangen ist - die Konzentration ist gefordert. Trittsicherheit ist selbstverständlich, zeitlich sollte man sich nicht unter Druck setzen lassen. dazu würden wir als "Sonntagswanderer" empfehlen, den Steig nur bei Trockenheit und gutem Wetter zu begehen - die Rutschgefahr ist sonst zu groß. Dazu beim klettern nicht "hudeln" - manche Steine sind schon locker. Vorher immer austesten. Und - beim Klettern nicht nach unten sehen. Am besten immer nach oben orientieren und sichere Standflächen für den Rundumblick nutzen. Soweit unser Learning aus dem Klettersteig.
Vor der Fischerhütte wagten wir noch einen Abstecher zum Kaiserstein. Der Gedenkstein erinnert an die Besteigungen des Gipfels durch Kaiser Franz I. 1805 und 1807. Spektakulärer sind aber die Aussichten von dort. Dann ging es zur höchsten Erhebung, dem Kosterwappen.
Von der stiegen wir auch direkt ab Richtung Kienthaler-Hütte. Und Achtung: Der Abstieg ist ziemlich steil. Und fast anstrengender als der Aufstieg. Auf jeden Fall für die Knie. Nach einer guten Stunde erreichen wir die Abzweigung, die uns auf der gelben Markierung wieder zur Edelweisshütte führen soll. Da ist es erst einmal vorbei mit der extremen Steilheit und in einem Auf und Ab führt uns der Weg durchs Gelände. Kurz vor dem Märchenwald begegnen uns noch zwei Gämse. Und dann geht es hinein in besagtes Waldstück. Warum es so heißt? Den Namen hat er aufgrund der mosigen Bepflanzung und dem Blätterdach, das eigene Sonnenlicht-Effekte zaubert. Dazu ist auch der Pfad leicht mystisch angelegt. Und man erwartet sich eigentlich, hinter dem nächsten kleinen Hügel die 7 Zwerge auftauchen zu sehen.
Doch wenn es aus dem Wald hinausgeht, ist es vorbei mit der Mystik. Auf einer Forststrasse geht es sogar ziemlich steil hinunter. Bis endlich eine Abzweigung wieder in den Wald führt. Fast gerade sogar. Nur zum Schluss, da geht es kurz steil bergauf. Und dann hinunter zur Edelweisshütte. Hier genießen wir noch einmal die Nachmittagssonne.
Und schon finder wir uns am Nördlichen Grafensteig wieder. Allerdings nur für zwei Schritte, dann geht es links hinunter den Pfad Richtung Losenheim. Der führt bis zur Wiese, dann geht es leider einen sehr steilen Geröllweg hinab. Hier empfiehlt es sich, nur kleine Schritte zu wagen. Sonst rutscht man leicht aus - wie wir aus eigener Erfahrung sagen können. Unten wird es allerdings dann besser, weil man neben der Geröllstrasse auf Erde und Wiese ausweichen kann. Und - der Weg kreuzt ein paarmal den Bikepark. Dafür ist man wirklich schnell unten. In weniger als 45 Minuten waren wir wieder beim Auto.
Fazit: Eine spannende Tour, die einige neue Einblicke bietet. Trotzdem bleibt unserer Meinung nach der bisher schönste Aufstieg auf das Bergmassiv der Fadensteig. Der ist leider nicht umsonst so überlaufen.

Elisabethhütte, Fischerhütte
Ja
Ja
Nicht vergessen: Am Schneeberg ist es ziemlich gerne sehr windig
Von Wien über A2 bis Göllersdorf, dann Richtung Gutenstein bis Reichental, dort Richtung Puchheim und dort am Bahnhof vorbei bis Losenheim.
ÖBB bis Puchberg, von dort weiter mit dem Bus. Achtung bei Retourfahrt: Fahrplan beachten
Kostenpflichtig: Parkplatz direkt bei der Sesselbahn Losenheim
Auf Wetter achten - bei Nässe gefährlich - bei unsicherem Wetter lieber meiden
Webcams der Tour
Beliebte Touren in der Nähe
Verpasse keine Angebote und Inspirationen für deinen nächsten Urlaub
Deine E-Mail-Adresse wurde in den Verteiler eingetragen.

















































































