3 Zinken - Schießeck von Pusterwald
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Weitläufige Kare, blütenreiche Almböden und drei 2000er-Gipfel auf einen Streich: Ausgehend von der Grillerhütte, eine der letzten Sennereien in der Region Murtal, lernen wir die „Rückseite“ des Wander-...
Weitläufige Kare, blütenreiche Almböden und drei 2000er-Gipfel auf einen Streich: Ausgehend von der Grillerhütte, eine der letzten Sennereien in der Region Murtal, lernen wir die „Rückseite“ des Wander- und Skigebietes Lachtal kennen. „Dieses Jahr war die Almrauschblüte besonders schön“, erzählt uns Martha, die Sennerin der Grillerhütte. Wer jetzt unterwegs ist, sieht den Almrausch nur noch vereinzelt, dafür zahlreiche Alpenblumen und Orchideen. Nach der Wanderung empfehlen wir, bei der Grillerhütte einzukehren, wo Butter, Murtaler Steirerkäse und Bröselkäse direkt erzeugt werden – ein kulinarischer Genuss auf über 1700 Metern Seehöhe.
Wir starten bei der Grillerhütte (1763 m) und folgen der Schotterstraße leicht bergauf. Bei der Abzweigung Grillersteig halten wir uns geradeaus und erreichen kurz darauf ein Weidetor bzw. den Wegpunkt Schleiferboden (1830 m). Gemütlich geht es über den Almboden dahin, auf dem zahlreiche Weidetiere zu sehen sind. Der weitere Anstieg ist einfach und führt in langgezogenen Serpentinen durch ein Blütenmeer mit einer Vielfalt an Orchideen. Am Bergrücken angekommen, machen wir einen kurzen Abstecher zum Kleinen Zinken (2135 m) und blicken dabei auf das Wander- und Skigebiet Lachtal. Der aussichtsreiche und gut erkennbare Steig führt uns an den Liftstützen vorbei zum Großen Zinken (auf Karten auch unter Hoher Zinken zu finden). Leicht bergab wandern wir zur Wegkreuzung Grillerlucke, bevor es nochmals bergauf zum dritten Gipfel, dem Schießeck (2275 m) geht. Der Abstieg führt über die Grillerlucke zum weitläufigen Almboden und über den Bärentalbach zurück zur Grillerhütte.
Für ein konfliktfreies Miteinander auf Almen und Weiden gilt es, ein paar Regeln zu beachten, speziell, wenn man mit Hunden unterwegs ist. (Quelle: www.sichere-almen.at – 09/2020)
Kontakt zum Weidevieh vermeiden, Tiere nicht füttern, sicheren Abstand halten!Ruhig verhalten, Weidevieh nicht erschrecken!Mutterkühe beschützen ihre Kälber. Begegnung von Mutterkühen und Hunden vermeiden!Hunde immer unter Kontrolle halten und an der kurzen Leine führen. Ist ein Angriff durch ein Weidetier abzusehen: Sofort ableinen!Wanderwege auf Almen und Weiden nicht verlassen!Wenn Weidevieh den Weg versperrt, mit möglichst großem Abstand umgehen!Bei Herannahen von Weidevieh: Ruhig bleiben, nicht den Rücken zukehren, den Tieren ausweichen!Schon bei ersten Anzeichen von Unruhe der Tiere Weidefläche zügig verlassen!Zäune sind zu beachten! Falls es ein Tor gibt, dieses nutzen, danach wieder gut schließen und Weide zügig queren!Begegnen Sie den hier arbeitenden Menschen, der Natur und den Tieren mit Respekt!Ein paar Tipps zum richtigen und fairen Verhalten im Wald: (Quelle: www.bundesforste.at – 9/2020)
Wanderer sollten Besuche im Wald ca. 1,5 Stunden vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang meiden, da in dieser Zeit Wildtiere besonders aktiv sind.Plastikflaschen, Taschentücher, Zigarettenstummel & Co haben im Wald nichts verloren! Bitte achtet darauf, dass Ihr keinen Müll im Wald hinterlässt.Zelten und Feuer machen - ist im Wald streng verboten!Grundsätzlich darf jede Person im Wald 2 kg Pilze und Beeren pro Tag für den Eigengebrauch sammeln. Verboten ist es nur, wenn es der Waldeigentümer ausdrücklich untersagt.Alpiner Notruf:
Notrufnummer der Bergrettung: 140
EU-Notruf: 112
Wetterdienst:
www.zamg.ac.at
Direktlink Bergwetter Steiermark: https://www.zamg.ac.at/cms/de/wetter/produkte-und-services/bergwetter/steiermark
Rucksack mit RegenhülleTeleskop- / WanderstöckeBerg- / WanderschuheHandschuhe: wasserdicht und wärmendKopfbedeckung / SonnenbrilleOberbekleidung: Zwiebelschichtsystem, T-Shirt, Pullover, Jacke und Winterjacke mit KapuzeWanderhoseSitzunterlageTrinkflasche / Thermoskanne (an kühleren Tagen ist ein wärmendes Getränk angenehm)Snack bzw. JauseErste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster und ZeckenzangeWeitere wichtige Ausrüstungsgegenstände
WegbeschreibungDetailplan der WanderungWanderkarte: Zur Übersicht eine Karte im Maßstab 1 : 50 000 der jeweiligen RegionGPS-GerätHandyVon Judenburg über die B 114 in Richtung Hohentauern in Möderbrugg links abbigiegen bis Pusterwald (36 km, ca. 40 Minuten).
Im Ortsgebiet von Pusterwald links bei der Brücke abbiegen (Hinweistafel Grillerhuette), dem ca. 7 km langen, beschilderten Weg folgen.
Von Trieben an der Pyhrn Autobahn A 9 über die B114 Richtung Judenburg in Möderbrugg rechts abbigiegen bis Pusterwald (48 km, ca 50 Minuten)
Der Ausgangspunkt der Wanderung ist mit Öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen.
Grillerhütte, 7km Zufahrt über Schotterstraße
Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten:
Gasthaus Jagawirt, Tel.: +43 3574 2233, Pusterwald 57, 8764 Pusterwald
Grillerhütte: Tel.: +43 664 76 20 853
Freytag & Berndt : Wölzer Tauern, Naturpark Sölktäler, Rottenmanner Tauern. WK 203 Wander-, Rad-, Freizeitkarte; 1 : 50 000
C. und M. Hlatky, (2017): Murtal – Rund um Spielberg – Seetaler Alpen und Seckauer Alpen. Kral Verlag, S. 160
Das Einkehren bei der Grillerhütte lohnt sich!
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