Hochschwab über Graf-Meran-Steig und Prinzensteig
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Die Tour beginnt in Seebach, wo entlang der schmalen Zufahrtsstraße geparkt wird. Da diese Straße an schönen Wochenenden schnell stark frequentiert ist, empfiehlt es sich, möglichst früh anzureisen. Wer...
Die Tour beginnt in Seebach, wo entlang der schmalen Zufahrtsstraße geparkt wird. Da diese Straße an schönen Wochenenden schnell stark frequentiert ist, empfiehlt es sich, möglichst früh anzureisen. Wer sein Fahrzeug bereits in Fahrtrichtung abstellt, erspart sich später oft mühsames Rangieren beim Verlassen des Parkplatzbereichs.
Bereits die ersten Kilometer gehören für mich zu den schönsten Abschnitten der gesamten Tour. Der Weg führt gemütlich taleinwärts und gewinnt nur langsam an Höhe – ideal, um den Körper aufzuwärmen. Rechts ragen die mächtigen Felswände des Hochschwabmassivs empor, später schließen sich auch auf der linken Seite beeindruckende Felsformationen an. Mit jedem Schritt fühlt man sich kleiner zwischen diesen gewaltigen Bergen. Genau dieses langsame Eintauchen in die Landschaft macht den Reiz des Zustiegs aus.
Ab der Unteren Dullwitz wird der Anstieg deutlich steiler. Über die Voisthaler Hütte und die Obere Dullwitz führt der Weg kontinuierlich bergauf. Gerade an warmen Sommertagen sollte dieser Abschnitt nicht unterschätzt werden. Ein gleichmäßiges Tempo sowie ausreichend Trinkpausen zahlen sich hier aus.
Was ich an Bergtouren besonders liebe, zeigt sich auch am Hochschwab: Der Berg entfaltet sich Schritt für Schritt. Vom Tal aus scheint der Gipfel kaum erreichbar, doch mit jedem Abschnitt eröffnet sich eine neue Perspektive. Immer wieder verändern sich Landschaft, Wegverlauf und Ausblicke, bis schließlich das Gipfelkreuz des Hochschwab erreicht ist.
Oben erwartet einen ein beeindruckendes 360-Grad-Panorama. Der Blick schweift über unzählige Gipfel des Hochschwabmassivs und weit darüber hinaus. Je nach Wetterlage ziehen spektakuläre Wolkenformationen über die Landschaft und verleihen dem Gipfelerlebnis eine besondere Atmosphäre.
Nach dem Gipfel beginnt der Rückweg, der jedoch keineswegs nur bergab führt. Bis zum Hutkogel sind noch einige Gegenanstiege zu bewältigen. Erst danach öffnet sich die weitläufige Hochfläche, die für mich zu den schönsten Bereichen der gesamten Tour zählt. Es beeindruckt immer wieder, wie sich auf über 2.000 Metern eine so große, grüne Landschaft mit zahlreichen Blumen entfalten kann. An warmen Tagen ist das Summen der Insekten allgegenwärtig und verleiht dieser stillen Hochfläche eine ganz besondere Lebendigkeit.
Über Krautgartenkogel und den Prinzensteig führt die Route schließlich hinunter zum Seebergsattel. Nach dem Abstieg geht es durch Seewiesen zurück zur Zufahrtsstraße und zum Ausgangspunkt.
Ich bin kein Bergführer oder Profi-Alpinist – ich teile hier lediglich meine persönlichen Eindrücke als begeisterter Bergwanderer. Gerade deshalb hoffe ich, dass diese Beschreibung dabei hilft, die besondere Stimmung dieser außergewöhnlichen Hochschwab-Überschreitung bereits vor dem ersten Schritt ein wenig spürbar zu machen und vor allem, andere dazu zu motivieren, sich selbst einen Eindruck zu machen.

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