Von Häfner nach Dettenhausen und zurück Aichtal, Deutschland
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Vom Wanderparkplatz auf der Häfner Höhe beim Tennisclub wandern wir auf meist guten, brieten Waldwegen richtung Dettenhausen. Auf dem Hinweg finden wir viele interessante Wegpunkte, vom Mittelalterlich/Römischen-Karrenabdruck...
Vom Wanderparkplatz auf der Häfner Höhe beim Tennisclub wandern wir auf meist guten, brieten Waldwegen richtung Dettenhausen. Auf dem Hinweg finden wir viele interessante Wegpunkte, vom Mittelalterlich/Römischen-Karrenabdruck im Bachbett oder Steinbrüchen - Dinge, die man hier garnicht erwarten würde.
Los geht es mit vielen wassergefüllten Löchern die sich als ehemalige Lehmgruben der einstigen Töpfer der Region herausstellen.
Dann folgt eine alte Fahrspur im Sandstein des Bachbettes. hierzu muss der Weg verlassen werden. Eine kaum erkennbare Gasse führt am Bach entlang zu den markanten Linien im Sandstein. Ob es Karren der Römer oder aus der Steinzeit waren ist noch nicht erforscht.
Mehrere Steinbrüche aus den Jahren 1822, Bestattungshügel der Kelten oder ein Steinbruch aus welchem sogar Steine des Fundaments des Ulmer Münsters geschlagen wurden folgen. Immer wieder sieht man Naturschutzschilder die einen auffordern, den Weg nicht zu verlassen. Komisch, dies gilt wohl nur für uns, nicht für die großen Waldmaschinen die den Wald umpflügen und mit ihren Gassen das "Internet des Waldes" zerstören (die verfestigten Wege der Waldmaschinen verhindern, dass Pilze und Wurzeln die Nachrichten der Bäume über teils wiete Strecken übertragen können).
Zurück zu den Steinbrüchen. Aus ihnen wurde 1184 schon der Stein für das Kloster Bebenhausen geschlagen. Doch auch das Ulmer Münster oder sogar das Rathaus in München wurde aus diesem Stubensandstein errichtet da er über große Abschnitte ohne Risse und Einschlüsse eine sehr hohe Steinqualität lieferte.
1960 waren die Brüche erschöpft und es dauerte bis 2013 bis bei Probebohrungen wieder neue Vorkommen des Sandsteins eintdeckt wurden. Die renovierung des Ulmer Münsters erfolgt noch heute aus diesen Vorkommen. Der Abbau erfolgt jedoch nur im Winter und die Gruben werden nach dem Abbau wieder mit Abraum gefüllt und neu bepflanzt. Auf einem Pfad hinter dem Grillplatz gelangt man zur Baustelle - Betreten ist aber verboten!
Zurück geht es dann durchs schöne Schaichtal. Kurz vor dem Ende der Tour bewegt man sich links den bequemen Weg verlassend auf unwegsamem Gelände Hangaufwärts zum Startpunkt zurück. Hier ist man ganz für sich allein. Gutes Schuhwerk etwas Balance und lange Hosen um sich von den Dornen zu schützen sind aber dennoch wichtig! Der Weg ist dafür wild und romantisch. Kurz darauf gelangen wir wieder am Wanderparkplatz an.å

Die Strecke kann regelmäßig über zum Schaichtal hinabführende Wege abgekürzt werden
Ja
Ja
Ja
Gutes Schuhwerk, lange Hosen
Mit dem Auto nach Aichtal-Neuenhaus und dort hinauf zum Tennisplatz. Dort parken.
Wanderparkplätze nähe Tennisplatz
Augen offen halten und manchmal den Weg verlassen und auf Erkundung gehen
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