Scheinbergspitz Überschreitung
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Die Überschreitung der Scheinbergspitze geling nur, wenn man im Aufstieg verwegene Pfade benutzt. Um dann auch noch vom gleichen Ausgangspunkt (P8 der Ammergauer Straße) zurückzukehren muss man auch ein...
Die Überschreitung der Scheinbergspitze geling nur, wenn man im Aufstieg verwegene Pfade benutzt. Um dann auch noch vom gleichen Ausgangspunkt (P8 der Ammergauer Straße) zurückzukehren muss man auch ein Stück weglos laufen, was aber gut gelingt.
Also starten wir an besagtem Parkplatz und laufen ca. 10 min einen Forstweg hinauf (Richtung Normalweg Scheinbergspitze) bis zur ersten Kehre. Dort dann abzweigen in den Graben hinunter (Stockgraben) und auf der anderen Seite wieder nach oben. Will man sich diese mühsame Aktion sparen kann man auch auf der Ammergauer Straße nach Osten laufen und den nächsten Forstweg nach oben gehen.
Ab hier dann weglos zu dem oberen Forstweg der nach Nordosten am Hang entlang verläuft und an dessen Ende ein Jägerstand ist (1265m).
Das weglose Stück im Wald ist von der Neigung her gerade noch gut zu gehen und ohne Hindernisse, im Abstieg aber dann doch vielleicht etwas zu steil.
Jetzt laufen wir ein winziges Stück auf dem Forstweg nach Nordosten und suchen kurz oberhalb des Forstweges nach einem Trampelpfad, der nahezu parallel zum Forstweg verläuft und in Bergfex eingezeichnet ist.
Diesen Pfad verfolgen wir über sehr lange Zeit immer am Hang entlang, nicht immer easy zu gehen aber man kann ihn eigentlich nicht aus den Augen verlieren. Kurz vor der Überquerung des Scheinberggrabens etwas ausgesetzt an steiler Hangneigung ist behutsames, trittsicheres Gehen angesagt.
Unten im Tal dann ein herrlicher kleiner Bach, nochmal die letzte Gelegenheit Wasser aufzufüllen. Danach geht der Pfad noch ein kurzes Stück weiter, dann kommt eine Kreuzung. Hier dann links in einen weiteren Pfad einbiegen, der sogleich an Höhe gewinnt.
Dieser Pfad wird an mehreren Stellen undeutlich, vor allem im Gras nicht mehr auffindbar. Hier dann gerne meinem GPX folgen. Später wird er wieder deutlicher und zieht in schöner Landschaft nördlich vom Scheinberggraben den Hang hinauf. Dieser wird dann überquert und weiter auf deutlichem Weg nach oben zu einem Jägerstand an einer großen Lichtung.
Diese überqueren wir zu einer weiteren Lichtung mit einem weiteren Jägerstand.
Ab hier dann wieder komplett weglos wiederum über den Scheinberggraben hinüber auf den Gegenhang. An ihm entlang nach Nordosten bergauf zum Weg, der von unten aus dem Hundsfällgraben aufsteigt. Nun auf schwachem Pfad (in Bergfex gestrichelt eingezeichnet) immer nach Westen auf dem Rücken Richtung Scheinbergspitz, die man schon seit langem im Blick hat. Auf dem grasigen Rücken angenehmes Aufsteigen in lieblicher Landschaft bestehend aus lichtem Tannenwald und lockeren Latschenbeständen.
Nun ein kurzes Stück am Hang entlang bevor wir vor dem felsigen Gipfelaufbau stehen. Geradeaus erkennen wir eine glatte große Steinplatte wo sich die Frage stellt, ob man diese recht oder links umgeht. Wir entscheiden uns, links herum die Platte zu umgehen auf steilem schrofigen Gelände aufzusteigen. Dies ist wohl nicht die richtige Variante, denn oben am Grat angekommen treffen wir einen Bergsteiger, der angenehmer rechts herum aufgestiegen ist. Also an dieser Stelle bitte nicht dem GPX folgen, sondern nochmal auf Bergfex gucken, da ist ein gepunkteter Pfad (T4) eingezeichnet. Dieser führt am Grat hoch in leichter Kletterei (I+) und später mit Drahtseil auf den Gipfel.
Dies ist sicher die Schlüsselstelle der gesamten Tour und hier sollte man auf jeden Fall schwindelfrei sein. Den Aufstieg den wir gewählt haben (falsche Route) kann man auf jeden Fall mit T4+ bewerten. Oben wie immer herrliche Aussicht auf die umliegenden Berge. Nach ausgiebiger Gipfelrast und Vesper auf dem Normalweg hinunter, der im oberen Bereich nochmal ein paar kleine felsige Passagen aufweist. Weiter unten im Hochwald sehr schön angelegter Weg, der Abstieg führt knieschonend flach auf dem Waldboden hinunter.
Diese Tour aus meiner Sicht auf keinen Fall anders herum gehen. Erstens wegen der Kletterstelle und zweitens wegen dem dann weglosen Abstieg im Wald, der dann im Abstieg doch auch Absturzpotential bietet.
Außer der felsigen Passage am Gipfel sind die Wege im T2 bis T3 Bereich, die Gesamttour muss dann natürlich nach der schwersten Passage bewertet werden, das wäre dann T4.
Landschaftlich sehr schön und außer dem Normalweg Abstieg und dem Gipfel absolut menschenleer.

Beim Aufstieg vermutlich noch mehrere Varianten weglos möglich. Auch andere Jägerpfade (Hundsfällgraben) eignen sich zum Aufstieg.
Keine. Weiter Richtung Plansee die Ammergauer Alm
Ja
Ja
Ja
Ja
Normale Bergausrüstung
Auto
An Wochenenden verkehrt im Sommer ein Bus zwischen Reutte und Linderhof
Parkplatz "Stock" (P8) an der Ammergauer Straße.
Am besten sehr früh, da der Parkplatz bei schönem Wetter am Wochenende schnell voll ist.
Viel Wasser mitnehmen, da kaum Möglichkeiten zum Auffüllen vorhanden.
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