Von fränkischen Leuchten und glühenden Franken
Nur drei Kilometer Luftlinie nördlich von Maroldsweisach endet der Regierungsbezirk Unterfranken und trennt gleichzeitig den Freistaat Bayern vom Freistaat Thüringen. Mehrere Jahrhunderte lang unterlag das...
Nur drei Kilometer Luftlinie nördlich von Maroldsweisach endet der Regierungsbezirk Unterfranken und trennt gleichzeitig den Freistaat Bayern vom Freistaat Thüringen. Mehrere Jahrhunderte lang unterlag das Gebiet südlich des Thüringer Waldes aber dem Einfluss des Herzogtums Franken. Die fränkischen Einflüsse haben die Kultur des Landstrichs daher lange Zeit geprägt und zeigen sich auch heute noch auf vielfältige Art und Weise. So wird die Veste Heldburg (das Pendent zur Veste Coburg, der "Fränkischen Krone") seit Jahrhunderten auch liebevoll die "Fränkische Leuchte" genannt.
Tour
Die Tour startet im von Fachwerk geprägten Zentrum Maroldsweisachs. Über Ermershausen und Schwanhausen geht es, immer leicht bergauf und wieder bergab, bereits zum ersten Highlight der Tour, dem Bayerntum im beschaulichen Zimmerau, direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Hier empfiehlt es sich die Räder kurz abzustellen und den 360°-Panoramablick über die Haßberge und das Grabfeld hinweg, bis in den Steigerwald, die Rhön und den Thüringer Wald hinein zu genießen. Auch der Verlauf des ehemaligen Todesstreifen und heutigen Grünen Bandes lässt sich vom Bayernturm aus übrigens noch gut erkennen.
Nur wenige hundert Meter östlich von Zimmerau führt die Tour dann über die Grenze und hinein in die malerische Landschaft des Heldburger Unterlandes. Über Rieth und Gellershausen geht es durch sanfte Wiesen und Felder hindurch nach Heldburg, von wo ein sportlicher Anstieg hinauf zur bereits erwähnten Fränkischen Leuchte, der VEste Heldburg führt. In der Veste Heldburg befindet sich zudem das "Deutsche Burgenmuseum Veste Heldburg", in dem man nicht nur Wissenswertes rund um die Veste, sondern auch das mittelalterliche Leben auf einer Burg in authentischem Ambiente und in originalgetreuen Räumen, erfahren kann. Die knapp 100 Höhenmeter bis hinauf zur Veste werden daher großzügig entlohnt. Nach der unbedingt zu empfehlenden Besichtigung der Veste geht es direkt durch den historischen Stadtkern von Heldburg in Richtung Süden weiter. Über Lindenau, Gleismuthausen, Poppenhausen, Käßlitz und Allertshausen geht es schließlich - im bekannten Bergauf-Bergab-Rhythmus wieder zurück nach Maroldsweisach, wobei noch drei Mal die Grenze zwischen Bayern und Thüringen überquert wird.
Eine anspruchsvolle, aber auch mit vielen wunderschönen Weitblicken und Sehenswürdigkeiten ausgestattete Tour, vom fränkischen Norden Bayerns in den fränkisch geprägten Süden Thüringens, die deutlich macht, dass politische und kulturelle Grenzen nicht immer die gleichen sind
HINWEIS: Der Bayernturm wird ab Sommer/Herbst 2025 saniert, daher kann es in dieser Zeit zu Einschränkungen und Sperrungen der Aussichtsplattform kommen.
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